14 - Geschichte von Chenove
Chenôve ist eines der ältesten Dörfer der Côte. Archäologische Funde (Luftbilder, Ausgrabungen mit Datierung von Töpferwaren) lassen darauf schließen, dass Chenôve gallorömischen Ursprungs ist, vielleicht sogar aus der späten Bronzezeit stammt.
Der Name Chenôve leitet sich vermutlich von cannabium, Hanf, einer bis ins Mittelalter in der Region angebauten Pflanze, ab, wobei sich das Wort im Laufe der Jahrhunderte zu canavae, canavis villa, chenave und chenôve entwickelt haben soll.
Vom Dorf zur Stadt – Die Entwicklung von Chenôve
Chenôve war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ein Weindorf und von Weinbergen, Obstgärten und Gemüsekulturen umgeben. Im Jahr 1901 zählte das Dorf 791 Einwohner.
In den 1920er Jahren kamen die Eisenbahn und die SNCF-Werkstätten. In der Ebene entstand ein neues Viertel, Chenôve-le-Bas. Die Einwohnerzahl stieg von 1.000 im Jahr 1920 auf 5.000 im Jahr 1960. Chenôve wurde zu einem kleinen Eisenbahnort.
1931 wurde die Schule Jules-Ferry gebaut, 1938 folgte die Schule Paul Bert. Letztere schloss im Juni 2010 ihre Türen.
Ab 1960 wurde die Zone d'Urbanisation Prioritaire (ZUP, vorrangiges Stadtentwicklungsgebiet) errichtet. Chenôve reagierte damit auf den Wohnungsbedarf im Ballungsraum Dijon und wurde zu einer Stadt. Der Raum zwischen Chenôve-le-Bas und Chenôve-le-Haut wurde mit Gebäuden und einem Industriegebiet bebaut.
Chenôve wächst von 5.000 auf über 20.000 Einwohner. Diese Urbanisierung hat die Landschaft von Chenôve, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts 400 Hektar Weinberge umfasste und heute nur noch etwa 65 Hektar zählt, völlig verändert.
Die rue Paul Bert – Die architektur des dorfes
Bis 1919 hieß sie „Rue de la Montagne”. Ihre Architektur ist typisch für Weindörfer.
- Anordnung mit Giebeln zur Straße hin: Öffnungen in den Fassaden (ehemalige Eingänge zu Kellern, Vorratskammern, Weinkellern, Scheunen und Ställen)
- Poller an den Seiten der Straße: Es handelt sich um Karrenpoller oder Radabweiser, die dazu dienten, die Mauern vor Stößen durch die Radnaben der Karren zu schützen
- Steinrinnen, im alten Stil erneuert
- Steinmauern mit Abdeckung
- Fast alle Gebäude wurden mit Steinen aus den Steinbrüchen oberhalb der Rue Paul Bert und auf dem Plateau errichtet.